Freitag, 26. August 2016

Espressopudding - nur für Erwachsene

Das ist Pudding wenn die Kinder schon im Bett sind, es sei denn Eure Kinder fahren schon Auto. Wie ich darauf gekommen bin? Meine Frau bekommt jeden Abend einen Latte macchiato und ich trinke dann noch einen Espresso. Irgendwie waren wir am Abend vorher so platt, dass wir die Kanne nicht ausgetrunken haben und ich kippe ungern irgendwas weg. Da habe ich mir dann überlegt, was ich mit dem Rest mache und da ich schon einen Espressokuchen im Blog habe, war dann eben mal ein Pudding dran.



Zutaten:

500 Milliliter Milch
3-4 Esslöffel Zucker
3-4 Esslöffel Speisestärke
Vanille aus der Mühle
1 Prise Salz
Espresso / Kaffee 

Soße:

150 Ml Espresso
Zucker
1 Teelöffel Speisestärke


500 Milliliter Milch abmessen


Hier zaubere ich mir gerade meine Puddingmischung, Das ist ungefähr das, was in den Fertigpuddingtüten drin ist, die man kaufen kann, mit dem Unterschied, dass sie immer mit Aromen arbeiten und wir hier nur mit dem echten Geschmack, echter Vanille und echtem Kaffee. 


3 bis 4 Esslöffel Speisestärke, das hängt davon ab, welche Kaffee- / Espressomenge Ihr verarbeiten wollt. Ein Ei aufschlagen und komplett mit Eigelb und Eiweiß in die Schüssel geben. 1 Prise Salz, die ist obligat bei Pudding


3-4 Esslöffel Zucker. Die hängen auch von der Kaffeemenge ab und wie süß Ihr den Pudding haben wollt. Man kann auch mit 3 Löffeln anfangen und später nachsüßen, wenn Ihr den Pudding probiert habt. Vanille aus der Mühle.


Den Kaffee gebe ich auch gleich dazu. Ich hatte ca 100 Milliliter Espresso 


Die Puddingmischung sollte möglichst klumpenfrei sein, ist aber am Ende auch egal, wenn Ihr so vorgeht wie ich, weil dann automatisch die Klumpen verschwinden.


Milch in einem Topf erhitzen und dann relativ zeitnah die Puddingmischung in den Topf kippen. Wichtig ist, dass Ihr einen Handrührer, einen Pürierstab, oder einen Zauberstab habt, den Ihr die ganze Zeit laufen lasst. Dann können sich keine Klumpen bilden und der Pudding wird schon zart.


Den Pudding so lange kochen, bis er hochkocht und dann einfach noch weiterrühren bei geringerer Hitze bis der Pudding andickt.


Nun den Pudding von der Flamme nehmen.


Die Puddingschüssel muss direkt vor dem Einfüllen der Puddingmasse mit kaltem Wasser ausgespült werden, damit man den Pudding später stürzen kann.


Den Pudding kann man warm essen, oder auch gut auskühlen lassen und am nächsten Tag essen.


Wenn der Pudding auf den Teller kommen soll, mache ich noch schnell ein Espressodressing. ca 150 Milliliter sind o.k


Gleich mit dem Zauberstab in den Topf gehen, einen Teelöffel Speisestärke einrühren, Zucker nach Geschmack, je nachdem wie süß Ihr Euren Kaffee trinkt, aber hier könnt Ihr es mal krachen lassen. Einfach erhitzen bis die Soße dick wird und ständig rühren. Wenn es zu dick wird, einfach nen Tick Wasser draufkippen, oder Alkohol, wenn das die Lösung ist.


Hier ist die eingekochte Kaffeesoße


Man kann den Pudding als Nocken abstechen und dann ein wenig von der Kaffeesoße darüber geben, oder darum dekorieren.


Der Pudding schmeckt toll nach Espresso und die Kaffeesoße harmoniert dazu natürlich perfekt. 


So schmeckt Nachtisch für Erwachsene und davon nimmt man auch noch mal Nachschlag


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Donnerstag, 25. August 2016

Ravioli mit Zucchinifüllung und Limettenbutter




Zutaten:

Nudelteig für gefüllte Nudeln (anklicken) Basis 400 Gramm Mehl
400 Gramm Zucchini
1 Zwiebel
1 Knoblauch
Olivenöl
Butter
Hartkäse zum Reiben
Meersalz
Chiliflocken
Zucker
1-2 Limetten / Zitrone
Schnittlauch
1 Scheibe Toastbrot
1 Ei



Zucchini in Würfel schneiden


1 Zwiebel häuten



1 Zwiebel zerkleinern.


1 Knoblauch abziehen. 


Olivenöl im Wok erhitzen. Topf oder Pfanne gehen auch, aber mit meinem Wok von diePfanne.com habe ich im Moment einen richtigen Lauf. Was ich da reinwerfe, kommt immer richtig gut zubereitet wieder heraus.



Zucchiniwürfel, Zwiebeln, Knoblauch in den Wok geben.


Den Saft einer halben Limette in die Pfanne pressen. 


Salz, Pfeffer, Chiliflocken in die Pfanne geben.


Zucchini ordentlich anbraten, bis die Zutaten braun werden und die Zucchini weich sind. 


Zucchini, Zwiebeln und Knoblauch in einen Mixbecher geben.


Ein Toastbrot hineinbröseln


Das muss dann so appetitlich aussehen.


Mit dem Pürierstab zerkleinern 



Ein Ei für die Bindung aufschlagen


Die Füllung ist jetzt fertig


Hier ist der Nudelteig. Den hatte ich noch im Kühlschrank, weil ich am Vortag meine Nudeln mit der einfachsten Nudelsoße der Welt gemacht habe.


Schnell ein paar Nudelbahnen mit der Nudelmaschine walzen. Natürlich kann man auch ein Nudelholz verwenden. Wenn man den Teig schon fertig hat, ist man nach einer Stunde am Tisch. Also vorausschauend kochen und am Abend vorher schon mal einen Teig ansetzen. Das ist eine Sache von ein paar Minuten. Wenn es sein muss, braucht der auch keine Ruhezeiten, es ist nur einfacher zu verarbeiten.


Nudelbahn auf einem Brett auslegen. Ich bin echt mutig, weil wie das Brett weder mehle noch einöle und mich auf meinen Teig verlasse, dass er hinterher wieder zu lösen ist.


Mit einem Teelöffel die Zucchinimasse in ca 4 cm Abstand auf den Nudelteig aufbringen


Den Nudelteig der Länge nach einmal umschlagen


Mit dem Messerrücken die Nudelteigtaschen markieren und zwischen den Füllungen zusammendrücken


Mit einem scharfen Messer zerteilen und anschließend mit einer Gabel die Ränder verdichten. Durch das Gabelmuster gehen die Ravioli beim Kochen nicht so leicht auf. Sieht auch hübsch aus, aber das ist nur ein positiver Nebeneffekt.



Bei der Lagerung vor dem Brühen, bin ich dann auch nicht mehr so mutig und bemehle das Brett und die erste Lage Ravioli, damit die gefüllten Teigtaschen nicht verkleben, oder aufreißen. 


Das geht relativ schnell, so einen doppelstöckigen Stapel zu produzieren


Das Brett auf dem ich die fertig gebrühten Ravioli lagern will, öle ich mit Olivenöl ein, damit auch daran nichts kleben bleibt. 



Da freut sich auch das Holz



Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen



Bevor ich die Ravioli kurz ins heiße Wasser werfe, mache ich schon mal die Vorbereitungen für das Servieren. Hartkäse reiben, oder hobeln



1 Limette auspressen


Den Saft brauchen wir, wenn die Ravioli nach dem Kochen noch in Butter geschwenkt werden.


Das Wasser kocht, dann Herd auf deutlich kleinere Flamme stellen. Das Wasser soll nicht mehr kochen, sondern nur noch simmern. 


Nun kommen die Ravioli ins Wasser.


Bämm, ich habe es eilig, alle auf einmal rein. Würde ich sonst auch nicht machen, aber wie gesagt, ich habe im Moment einen Lauf.


Sobald die Nudeln an die Wasseroberfläche steigen, sind sie gar und können mit einem Schaumlöffel aus dem Topf geschöpft werden.


Ich bin ja schon froh, dass heute mal kein Putzlappen im Foto liegt....


Die Ravioli kommen auf das eingeölte Brett und sollen so gelegt werden, dass sie sich nicht berühren.


Bevor die Ravioli auf den Teller kommen, werden sie in einer Mischung aus Olivenöl und Butter geschwenkt. 



Ich habe keine Not mit Oilvenöl und es hat jeder aus Auswahl, ob er reines Olivenöl und Butter, oder nur Olivenöl, oder nur Butter nimmt. Ich mag beides und vor allem den mediterranen Charakter, den Olivenöl einem Gericht verleiht.


Wenn das Fett heiß ist, kommen die Nudeltaschen in den Wok



Wenn die Ravioli schon ein bisschen Farbe bekommen, mag ich sie am liebsten.


Den Limettensaft nach Geschmack in den Wok kippen. Die Säure ist dazu der absolute Knaller.


Noch ein wenig Salz und Pfeffer aus der Mühle darüber streuen / mahlen.


Ravioli auf einem Teller anrichten und mit einem Esslöffel von der Limettenbutter darüber löffeln, mit Hartkäse bestreuen und ein wenig frischen Schnittlauch verwenden. Da fühlt sich das ganze Gericht gleich noch frischer an. 


Das schmeckt sehr fein, obwohl die Füllung bei mir schon scharf ist. Die Säure ist geil mit der Butter-Ölmischung. Man kann dieses vegetarische Gericht als Vorspeise, Zwischengang, oder auch als Hauptgericht servieren.


Hier habe ich extra noch mal eine Teigtasche für Euch im Querschnitt fotografiert.



Schon irre was man aus solchen einfachen Zutaten machen kann und das ist keine Frage des Preises, sondern nur von Zeit und Liebe.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.