Donnerstag, 29. September 2016

Wurstbaguette im Sandwichmaker

Ich bin gerade ein bisschen genervt, ich kann meine Rezepte wegen eines HTML Problems nicht bei Facebook in den Gruppen posten, weil das Titelbild nicht mitgepostet wird. Deswegen halte ich trotzdem meinen Takt ein und mache jeden Tag mein Rezept, aber so liest es leider keine Sau, wenn ich es nicht richtig in Umlauf bringen kann. 



Also bis es wieder läuft nicht die Kronjuwelen verbrennen, sondern ein bisschen Füllmaterial für schlechte Zeiten raushauen. Hier seht Ihr was ich mache, wenn meine Frau mir schon Hunger entgegen brüllt, wenn ich durch die Tür komme und das Essen keinen Aufschub duldet. 

Zutaten

Baguette
Mayonnaise selbst gemacht anklicken
Ketchup selbst gemacht
Gouda Käse
Bockwürste

Das ist ein Klassiker am Wochenanfang. Die Kunden drehen dann immer alle total am Rad und rauchen mich zehn Stunden lang am Telefon und per Mail auf. Zuhause lagert noch irgendwas vom Wochenende, das aus irgendwelchen Gründen Samstag beim Einkauf bei den Kindern total angesagt war, dann aber auf dem Tisch als nicht mehr so wichtig eingestuft wurde. So ein leicht angetrocknetes Baguette steht dann immer kurz davor entsorgt zu werden, oder noch eine zweite Karriereschance auf dem Sandwichmaker zu bekommen. Das Baguette auf Längen zerteilen, die so ähnlich sind wie normale Brötchen.


Mayonnaise selbst gemacht. Das erledige ich in zwei bis drei Minuten. Für den geschmacklichen Unterschied, nehme ich mir die Zeit und kaufe mir keine Mayonnaise aus dem Glas.


Wenn man eher eine Senfmayonnaise haben möchte, dann kann man auch noch extra Senf einrühren.


Die drögen Baguettes halbieren und mit der Senfmayonnaise bestreichen, Bockwürste darauf ablegen.


Mein Ketchup ist selbst eingekocht und Eures? ;-)... Wenn man sowas ein Mal macht und gleich ein bisschen mehr davon, kann man an solchen Tagen davon zehren. Hier herrscht natürlich Formfreiheit und wer sich immer die 79 Cent Squeeze Flasche aus dem Supermarkt kauft, darf hier auch mitmachen, sollte sich aber nicht erwischen lassen. 


Gouda über die mit Ketchup "veredelten" Bockwürste legen.


Danach die obere Hälfte auf das Baguette legen und falls Ihr es noch nicht gemacht habt, den Sandwichmaker vorheizen.


Ich habe so eine Karnickelfamilienversion des Sandwichmakers. Da passen zeitgleich vier Sandwiches rein, wenn man viele Personen am Tisch hat und selbst den werde ich wohl bald noch verdoppeln müssen, wenn die Brut erstmal richtigen Hunger entwickelt. Wer gerade noch Röstzwiebeln hat, kann die auch noch dazu legen. Ich habe die nicht gekauft und gerade keine Zeit selbst welche zu braten, also muss es bei mir auch mal ohne gehen.


Das ist jetzt der eigentlich schwierige Teil des Gerichts, weil der Sandwichmaker eigentlich auf Toastscheiben ausgelegt ist, die Baguettes so weit mit dem Deckel zusammen zu pressen, dass die Klappe geschlossen werden kann. Da fühlt man sich wie an der Unterarmpresse im Sportstudio.


Acht Minuten später ist das Notfallgericht für die gestresste Ehefrau, oder die Kinder die viel zu lange auf dem Spielplatz waren, aber jetzt nach dem Essen schnell ins Bett müssen, fertig


Das trockene Baguette ist jetzt von außen wieder knusprig, innen durch die selbst gemachten Soßen und den geschmolzenen Käse sehr cremig und das ist ein schöner Kontrast.


Kein Sterneessen, aber besser als Tiefkülbaguettes mit Analogkäse und der ganze andere Schund aus der Packung. 


Das wäre nicht mein Favorit für jeden Tag, aber es ist lecker und damit kann man auch plötzlichen Besuch, den spontan eintretenden Hunger zur Nachtzeit nach Biergenuss, oder ein Partybuffet, bei dem es nicht um Millionengeschäfte geht, bestreiten. Kinder mögen sowas auch als Wegzehrung beim Picknick, oder als Schulbrot.


Meine Frau meckert nicht und isst klaglos Ihre Hälfte, also muss es gut sein. Wer dem noch einen gesunden Anstrich geben möchte, kann auch noch einen frischen Salat dazu servieren.



Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.




Mittwoch, 28. September 2016

Apfelkuchen mit Marmeladenglasur

Bei uns war schon wieder Geburtstag, wie in jedem Monat von Juni bis September und mein Sohn brauchte einen Kuchen für den Kindergarten. Ende September ist eine gute Zeit für Apfelkuchen und ich habe dieses Mal mit einer speziellen Glasur aus erhitzter Marmelade gearbeitet.



Zutaten für ein großes Backblech:

900 Milliliter Mehl
300 Milliliter Zucker
300 Milliliter Pflanzenöl
300 Milliliter Mineralwasser
3-4 Eier
Schuss Limette
1 Päckchen Backpulver
1 Teelöffel Natron
3-4 Äpfel
Zimt
Zimt und Zucker zum Bestreuen
100 Gramm gehackte und geröstete Nüsse
1 Glas Apfelmarmelade anklicken

Wie immer wiege ich meine Zutaten nicht ab, sondern benutze einen Kaffeebecher mit 300 Milliliter Fassungsvermögen. Ihr könnt natürlich auch ein Litermaß mit den entsprechenden Skalen benutzen. Die Mengen sind auf ein großes Backblech berechnet. Wenn Ihr eine runde 28 cm Form verwendet, dann nehmt Ihr eben nur 2/3 der Mengen.


Vier Eier


300 Milliliter Zucker


900 Milliliter Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 1 Teelöffel Backpulver, 1 Spritzer Limette oder Zitrone


300 Milliliter Pflanzenöl, 300 Milliliter Mineralwasser


Den Teig mit einem Kochlöffel mit der Hand glattrühren, bis keine Klumpen mehr zu sehen sind.


1 Prise Zimt für den Teig


100 Gramm (1/2 Tüte) gehackte und geröstete Haselnusskerne


Ich weiß nicht, ob das eine meiner Marotten ist, aber die Nüsse gebe ich immer erst zum Teig, wenn der frei von Klumpen ist. 


Ich habe aus dem großen Rezept für ein Backblech zwei identische Kuchen gebacken Einen großen für den Kindergarten und einen kleineren für zuhause, damit auch die Geschwister etwas davon haben.



Teig zwischen Finger- und Daumendicke in die Form geben.


Vier Äpfel schälen (wenn Ihr große Äpfel habt, vielleicht auch nur 3)


Schälen


Entkernen und in Spalten schneiden


Apfelspalten auf das Blech legen


Mein Gasofen läuft auf Stufe 4 und ich heize 10 Minuten vor. Bei Elektro solltet Ihr 180 Grad nehmen. Nach 35 Minuten bin ich mit dem Backen fertig


Während der Kuchen abkühlt, kümmere ich mich um die Glasur. 


Das ist meine selbst gemachte Apfelmarmelade, Die erhitze ich im Topf, gebe noch einen Schuss Wasser dazu und püriere sie noch einmal mit dem Zauberstab, weil die für den Zweck recht stückig ist. An Apfelstücken mangelt es dem Kuchen ja nicht, also ist es gut, wenn die Apfelmarmelade entsprechend fein ist.


Die hat genug Gelierzucker drin, dass sie auch mit ein wenig Verdünnung wieder fest wird, wenn sie erkaltet ist. 


Wenn die Apfelmarmelade kurz aufgekocht ist, kommt sie dünn über den Apfelkuchen. Noch ein wenig Zucker und zimt darüber streuen, damit niemand an Unterzuckerung stirbt.


Nun kann der Kuchen mit der Marmalade komplett auskühlen. 


Für Euch habe ich den Kuchen schon mal angeschnitten (und hinterher für den Kindergarten wieder zusammengebastelt.)


Schöner lockerer Teig, gut aufgegangen. Die frischen Äpfel sind toll und die Apfelmarmelade stellt mal wieder unter Beweis, warum die schon seit ein paar Jahren zu meinen absoluten Favoriten zählt.  Mit den gehackten Nüssen zusammen, ist das wirklich eine tolle Kombination. 


Überflüssig zu erwähnen, dass aus dem Kindergarten nichts mehr davon zurück gekommen ist. 


Für Erwachsene könnte ich mir auch noch Schlagsahne dazu vorstellen. 


Leckerer Apfelkuchen ohne Höchstschwierigkeiten, den auch Backnieten machen können. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit. 


Schweinshaxentoast

Bei Schweinshaxe denke ich immer zuerst an Lederhosen, Blasmusik, Sauerkraut, sinnlosen Bierkonsum und irgendwas rustikales, für das man entweder bildungsfern, oder betrunken sein muss, damit man es ertragen kann, ohne dass einem der Draht aus der Mütze fliegt. 



Solche Rezept entrümpele ich schon seit ein paar Jahren mit Vorliebe, um ihnen ein neues Gesicht zu verpassen und den Mief zu nehmen. In diesem Fall habe ich mir Eisbein bei Metro mitgenommen, um eine Brühe zu kochen. Das Fleisch wirft man hinterher natürlich nicht weg, sondern verwendet es weiter und sucht nach neuen Verwendungsmöglichkeiten. Auf Sandwich ist es jedenfalls ganz schön entstaubt.

Zutaten:

Fleisch von der Schweinehaxe (anklicken)
Toast
Pflaumensenf (anklicken)
Pflaumenketchup (anklicken)

Rucola
Tomate
Gurke
Salz
Pfeffer


Ich weiß nicht, wie weit Ihr meinem Alltag so folgt, aber ich pfeife im Moment aus dem letzten Loch. Seit Februar habe ich nun schon wieder Zweiradsaison und verkaufe jede Woche 55 Stunden lang alles was mit Rollern und Quads zu tun hat. Ich hatte in der Zeit  zwei oder drei Samstage frei und ich zähle die Tage echt rückwärts, bis ich dann ab Oktober "nur" noch 50 Wochenstunden arbeite und mich bis zum Februar mit der Saisonvorbereitung für das nächste Jahr beschäftige, was ich fast noch anstrengender finde. Einziger Vorteil, ich habe dann weniger Mails und Telefonate zu beantworten. Ich merke jedes Jahr spätestens ab Ende August, dass ich eine Pause brauchen könnte und dann geht es in meiner Küche auch für eine Zeit bergab, dass ich nach Feierabend nicht mehr so richtig Lust habe und eigentlich auch nicht mehr kann, weil ich so platt bin. Andere greifen dann zur Tüte, ich versuche mich dann mit vernünftigen Dingen durchzuhangeln. In diesem Fall habe ich in 6 Stunden nebenbei eine Brühe gekocht und in Gläser abgefüllt. Die verwende ich für Suppen, oder Soßen und natürlich habe ich auch ein gutes Kilo Fleisch als Beifang.


Das Fleisch habe ich eine Nacht im Kühlschrank gekühlt. Das ist bei Fleisch das sehr lange gegart wurde wichtig, sonst fasert es beim Schneiden schnell aus.


Mit meinem Allesschneider schneide ich das Fleisch in 2,5 mm dicke Scheiben auf. Dabei immer auf die Richtung der Fleischfaser achten und gegen die Faser schneiden.


Normal würde ich auch noch das Toast selbst backen, aber das habe ich in der Woche nicht geschafft. Ich bitte das zu entschuldigen. Toast im Toaster bräunen, oder in der Pfanne anrösten.


Hier ist mein Pflaumensenf, der nach zwei Tagen reifen aussieht, als wenn er für Barbie herstellt worden wäre. Da färben dann die pürierten Pflaumenschalen den Senf. 


Rucola Salat als knackige Unterlage


Scheiben vom Schweinefleisch darauf auslegen. 


Tomatenscheiben und Salatgurke.


Salz und Pfeffer aus der Mühle und noch einen Klecks vom Pflaumenketchup


Deckel drauf


Diagonal aufschneiden.


Und schon kann es losgehen


Ich mag das total gerne, knuspriges Toast, mit knackigem Salat und einer würzigen Auflage und selbst gemachten Soßen. Das zarte Fleisch ist dazu auch toll und hat überhaupt nichts krachledernes in dieser Kombination.


Ich greife bei solchen Gelegenheiten einfach auf das zurück, was ich vorher für andere Gerichte zubereitet habe und werfe so nichts weg und die geleistete Arbeit lohnt sich mehrfach. Das ist dann schließlich schnell erledigt. 


Parallel bekommt meine Frau dann noch Ihre Nudeln mit einer eingekochten Tomatensoße, auf Zuruf auch als Auflauf mit soooo dick Käse überbacken und die Kinder von mir aus auch noch zwei verschiedene Suppen, wenn es mich nur nicht mehr Zeit kostet als eine Stunde, das ist dann mein Maximum.


Das kann man sich auch gut mit zur Arbeit nehmen, zum Frühstück, zum Mittagessen, oder wie in diesem Fall auch als schnelles Abendessen und trotzdem knallfrisch.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.