Sonntag, 11. September 2016

Pflaumenmus frisch eingekocht

Das hatte ich schon lange vor und deswegen habe ich mich gefreut, dass am Samstag Abend kurz vor Feierabend beim Kaufland, die Zwetschgen für so eine zwei Kilo Steige von 3,49 auf 99 Cent reduziert waren. Da habe ich dann erstmal 12 Kilo mitgenommen. Meine Frau hat Geburtstag und ich musste Kuchen backen und konnte endlich mal probieren Pflaumenmus in einem Bräter zu kochen. Das habe ich schon ein paar Mal bei anderen gesehen und nachdem ich mir vor zwei Jahren im Kochtopf schon mal ziemlich die Karten gelegt hatte, bin ich froh dass das so echt gut funktioniert und sich fast von alleine macht.



Zutaten:

4 Kilo Zwetschgen
300 Gramm Zucker für den Anfang
Nelken
Zimt
100 Milliliter Wasser
100 Milliliter Balsamico Essig
Zucker zum Nachsüßen

Pflaumenmus ist echt klasse, weil es gut zum Frühstück auf Brot schmeckt, gut als Füllung für Kuchen taugt und auch in Kombination mit pikanten Gerichten funktioniert, zum Abbinden von Soßen, oder zur geschmacklichen Abrundung, wenn noch ein wenig Süße fehlt.


4 Kilo Zwetschgen / Pflaumen entsteinen und halbieren


Habt Ihr einen Geflügelbräter zuhause? Wenn nein, könnt Ihr auch eine große Ofenform nehmen. Man braucht im Prinzip nur das Fassungsvermögen. Da nicht abgedeckt im Ofen gearbeitet wird, ist die Form an sich egal, wenn die einfach nur 4 Kilo Pflaumen aufnimmt. 


Den Ofen vorheizen. 150 Grad bei Elektroofen, oder Stufe 2 beim Gasofen. Bei Elektro habt Ihr den Vorteil auch Oberhitze zu haben, dann reduziert sich die Flüssigkeit schneller.


100 Milliliter Wasser



100 Milliliter Balsamico Essig für die Säure


300 Gramm Zucker für den Anfang. Niemand weiß vorher wie süß die Pflaumen am Ende sind, also lieber noch ein wenig Platz lassen, um noch nachsüßen zu können, bevor das Pflaumenmus nach dem Einkochen ins Glas kommt.


Ich mag Zimt und Nelken, deswegen spare ich damit nicht. Allen anderen empfehle ich als Menge eine Messespitze davon. Beides zerkleinere ich mit der Gewürzmühle.


So sehen Zimt und Nelken gemahlen aus. Zu den Pflaumen in den Bräter geben


Zucker nicht vergessen


Bräter in den Ofen stellen und jede Stunde ein Mal wenden


Ich habe mir einen Kurzzeitwecker gestellt, damit ich immer daran erinnert werde.


Insgesamt bleibt das Pflaumenmus VIER Stunden im Ofen


Danach die Pflaumen pürieren, wenn Ihr keine Stücke und Schalen wollt. Ich glaube nächstes Mal lasse ich die Pflaumen ganz, weil ich es auch stückig mag.


Das heiße, pürierte Pflaumenmus in einen Topf umfüllen


Dort erneut aufkochen und 15 bis 20 Minuten unter ständigem Rühren eindicken lassen. Es soll nichts am Topf festbrennen. Probiert mal, ob Euch das süß genug ist, oder ob noch Zucker fehlt. Mir fehlte nur noch eine kleine Prise. An der Stelle könnte man auch noch Rum, Wodka, oder anderen Alkohol einkochen, aber ich habe morgens null Lust auf Alkohol und einen ganzen Tisch voller Kinder. Deswegen kein Alkohol am Pflaumenmus bei mir.


Die Marmeladengläser und Deckel in kochendem Wasser steril machen



Das heiße Pflaumenmus in die Gläser umfüllen


Deckel verschrauben und für 20 Minuten auf den Kopf stellen


Danach richtig herum umdrehen und abkühlen lassen. Ich habe für Euch probiert. Die konsistenz ist gut, nicht zu flüssig und nicht zu fest. 


Von der Ausbeute bin ich ein bisschen enttäuscht, weil das so lecker ist, dass man davon auch gerne eine LKW Ladung hätte. Normal,  denn was soll aus 4 Kilo Frucht rauskommen, wenn das meiste Wasser rausgekocht ist? Kann ja nicht mehr sein als 8 oder 9 mittlere Gläser. Die Kinder verschenken erstmal freigiebig eines an den großen Friedrich von nebenan, dann kommt noch die Stiefschwiegergudrun und macht noch Beute bei mir. Deswegen habe ich auch gleich 6 Steigen Pflaumen gekauft und nicht wie ne Hausfrau auf Kante. Der Ofen läuft schon wieder, wenn Ihr das hier lest und ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.




Kommentare:

  1. Wir haben letzte Woche unseren Pflaumenbaum, deren Pflaumen die frühere Besitzerin immer an den Konsum verkauft hat, abgeerntet.

    Ich wollte auch Pflaumenmus machen und habe die Bräter-Variante gewählt, allerdings nur mit Nelken, Zimt und Zucker. Aus 3kg Pflaumen wurden dann 4 Gläser...und das nach der ganzen Arbeit mit dem Entkernen...

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    1. unglaublich wie das verkocht, aber es ist wirklich lecker und ein schatz, für den es die arbeit wert ist

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  2. Ich habe dieses Jahr auch Pflaumenmus gekocht, welcher mir aber nicht so schmeckt. Man sollte es solange kochen bis man eine Rille ziehen kann. Nach 3,5 Stunden war es immer noch flüssig und ich habe es herausgenommen. Leider ist es dann ziemlich fest geworden.

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    1. ich habe gerade noch einen bräter aus dem ofen geholt. habe ich nicht püriert. finde ich saugeil, mit stücken und schalen. pflaumenmus könnte echt mein hobby werden. ich habe auch noch nen trick. einen tag drei bis vier stunden im ofen lassen. über nacht abkühlen lassen, dann weiß man am nächsten tag, wie fest es schon ist und dann nochmal wieder erhitzen und ggf weiter reduzieren

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