Freitag, 15. Dezember 2017

Zucchini für weihnachtliche Antipasti

Bämm! Plötzlich war da am Samstag dieses Gefühl alles nach Weihnachten schmecken zu lassen. Am Ende haben wir eine schöne Vorspeisenplatte, die nach kalter Jahreszeit schmeckt. Den Anfang machen Zucchini, die natürlich auch solo schmecken.




Zutaten:

500 - 1000 Gramm Zucchini
2-3 Knoblauchzehen
1 Orange
1 Teelöffel Zucker
1/2 Teelöffel Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Zimt 
Olivenöl


Zucchini in Scheiben schneiden


Olivenöl in der Pfanne erhitzen


Zwei oder drei Knoblauchzehen häuten und komplett in die Pfanne werfen. Das sorgt für Geschmack. Wer hinterher nicht mehr in die Disco auf Brautschau geht, kann ich auch gerne am Stück essen. Ich brauche die Zehen nur für den guten Geschmack. 


Wenn das Öl heiß ist, kommen die Zucchinischeiben in die Pfanne. Herd Läuft auf Vollgas.


1 Esslöffel Zucker


1/2 Teelöffel Salz


Pfeffer aus der Mühle


Eine Orange zum Filettieren, mit einem scharfen Messer von der Schale befreien. 


Die Orangenfilets aus der Karkasse schneiden.


Zucchini nach drei Minuten wenden. 


Röstaromen sind ausdrücklich erwünscht. Ihr bratet jetzt quasi das Wasser aus den Zucchini, damit mehr Eigengeschmack hervor tritt. 


Wenn die Zucchini nach ca 8 Minuten noch ein wenig bissfest, aber schon reduziert sind, Herd auf Minimum stellen und den Saft aus den Schalen und der Karkasse pressen


Da kommt noch ganz schön was raus.



Jetzt noch die Orangenfilets in die Pfanne geben. Herd abstellen. 


Eine Prise Zimt dazu geben und dann in eine Schüssel, oder ein anderes Behältnis zum Lagern umfüllen. 


Man kann das warm oder kalt essen, aber mehr als lauwarm, mag ich es als Vorspeise eigenlich nicht, eher nur Raumtemperatur. 



Petersilie hacken


Schon fertig, aber da kommen ja noch ein paar Komponenten


Hier ist meine kleine Vorspeisenauswahl, die in den nächsten Tagen noch kommt. Das wäre auch ein super Starter für Heiligabend, oder die Weihnachtstage. Salz und Pfeffer aus der Mühle könnte man noch beim Servieren drüber geben. 



Die Zucchini schmecken richtig voll, mit einer leichten Orange-Zimtnote. Darauf muss man erstmal kommen, aber ist geil.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Huhn in Glühwein - coq au vin chaud

Oh Mann! Letztes Wochenende ist mir aufgefallen, dass ich dieses Jahr noch gar nichts für die Weihnachtszeit gemacht habe. Auf einen Schlag prasselten mir tausend verrückte Dinge durch den Kopf, was ich alles machen könnte und in den nächsten Tagen, bekommt Ihr davon noch einiges zu sehen. Manchmal ist es echt ausgefallen. wie man sich seine Inspirationen holt. Ich stelle mir dann einfach die Frage, was ist Weihnachten für Dich und dann brainstorme ich ganz kurz vor mich hin. Ich lande dann wie in diesem Fall bei Glühwein, oder Gewürzen die vielleicht ganz wo anders verbastelt werden. Der Rest läuft dann wie auf Schienen.  Das Huhn im Glühwein macht den Anfang und der ist echt aller Ehren wert. 



Zutaten

2,4 Kilo Hähnchenkeulen (6 Stück)
0,7 Liter Glühwein
Überweisungsschein zum Augenarzt
1 Teelöffel Meersalz
Pfeffer
Chiliflocken
Lorbeerblätter Wacholderbeeren
1 gehäufter Esslöffel Mehl
1 Esslöffel Speisestärke

Olivenöl
200 Milliliter Tomatenmark
4 Zwiebeln
1 Freliandknoblauch

Beilage

1 Kilo Drillinge

Ich trinke überhaupt keinen Glühwein. Ich mag Rotwein nicht besonders, ich trinke gar keinen süßen Wein. Ich hatte da trotzdem diese beiden Flaschen Glühwein in der Küche stehen, die mir mein Freund Steven in Unkenntnis meiner oben genannten Trinkregeln, bei seinem Besuch mitgebracht hat. Ich kippe aber auch nichts weg. Beim Thema ausgefallene Weihnachtsidee schaute mich der Glühwein jedenfalls plötzlich an. Die eine Flasche hatte die Ehestute letzte Woche schon mit Jennifer fast platt gemacht, als ich mit den Kindern in Bremen war und für die andere hatte ich nun spontan eine Verwendung. Auf das süße Zeug mit den Backgewürzen, muss man auch erstmal kommen. 


Zwiebeln von der Haut befreien


Links daneben liegt noch ein Freilandknoblauch. der ist nicht so intensiv wie die kleinen Zehen.


Olivenöl im Wok heiß machen, Herd läuft volle Pulle


Zwiebeln halbieren, Knoblauch vierteln.


Zwiebeln und Knoblauch in den Wok werfen. 


Wenn das Gemüse auf der Unterseite angebraten ist, kommt das Fleisch in den Wok 


Ein Teelöffel Meersalz


Pfeffer aus der Mühle und ein paar Chiliflocken nach Geschmack. 


200 Milliliter Tomatenmark


1 gehäufter Esslöffel Mehl



20 Minuten anbraten, alle 5 Minuten mal wenden und durchrühren. 


Nach 20 Minuten kommt der Glühwein zum Zug.


Ob Ihr 0,7 Liter, oder einen Liter verwendet ist egal, Hauptsache Ihr müsst den nicht trinken. 


2 Lorbeerblätter


3 Wacholderbeeren


Den Wok auf die kleinste Platte bei kleinster Flamme auf dem Herd umziehen.


Das Fleisch jede Stunde umdrehen und mindestens 2 Stunden MIT DECKEL schmoren lassen. 3 Stunden sind auch schön und das wird mit jeder weiteren Stunde noch besser. Darf halt nicht kochen, nur maximal simmern. Das könnt Ihr jetzt so lassen und weiter kochen und irgendwann am gleichen Tag servieren, oder Ihr macht das wie ich. Als ich ins Bett gegangen bin, habe ich einfach den Herd abgestellt und mit meiner Frau geklärt, wie man das am nächsten Tag wieder erwärmt. Ich arbeite bis 18 Uhr und das war unser Abendessen am Montag. Um 17.30 hat meine Frau wieder den Herd erneut auf der kleinsten Platte, mit kleinster Flamme angestellt und ich war dann um kurz nach halb sieben zuhause., Da war das Essen schon wieder heiß und die Kartoffeln gekocht. 


Die Soße ist durch die Haut ziemlich fett und die muss man trotz des Tomatenmarks und des Esslöffels Mehl noch weiter abbinden. 


Fleisch aus dem Wok holen und abgedeckt warm halten. 


Soße noch mal richtig unter Feuer nehmen. Die soll jetzt noch ein wenig einkochen


Ein Esslöffel Speisestärke. Die nehme ich jetzt statt Mehl, weil es schnell gehen soll und weil Mehl erst 20 Minuten einkochen muss, bevor der Mehlgeschmack verloren geht. 


Stärke mit wenig Wasser auflösen und verrühren. 


Stärke in den Wok geben und mit der Soße unter Rühren aufkochen lassen. 


Siehste, das bindet schon gleich ganz anders ab. Die Soße probieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken, falls noch etwas fehlt. 


Dann das Fleisch auf Tellern anrichten, ordentlich Soße dazu und Kartoffeln und Petersilie dazu auf den Teller geben, 


Das Fleisch ist sensationell zart und fällt so vom Knochen, durch die geringe Temperatur bei der Zubereitung. Wahnsinn was man aus so einem günstigen Stück Fleisch machen kann. 


Ihr wollt sicherlich wissen, was mit der Soße passiert ist? Glühwein ist als Geschmacksträger ja eher süß und da denkt man sich, dass es vielleicht nicht mit dem Gericht harmonieren könnte.  Die Befürchtung kann ich Euch komplett nehmen, denn das ist überhaupt nicht süß geblieben und die Gewürze des Glühweins machen eine tolle Soße und einen richtig guten Geschmack. Man bekommt spontan den Eindruck, dass es genau so sein muss. 


Das könnte ich mir sogar als Weihnachtsessen vorstellen. Der Vorteil ist, dass sich das Gericht von ganz alleine auf dem Herd macht, wenn das Anbraten vorbei ist. So bleibt Zeit für andere Dinge, die auch erledigt werden müssen. Wenn man bei den Beilagen noch selbst einen Rotkohl kocht, muss sich das hinter vielen Gerichten nicht verstecken. Würde ich jedenfalls machen. 


So war es ein tolles Essen, das man von Montag bis Sonntag essen kann und bei dem man garantiert nach dem Rezept gefragt wird, wenn man das Gästen serviert. 


So gut war Glühwein noch nie! Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.