Samstag, 24. Juni 2017

Spareribs mit Honigsenfmarinade

Hier gibt es Spareribs in zwei verschiedenen Zubereitungsvarianten. Für die Kinder waren sie im Bräter im Backofen und für die Elternvariante, habe ich sie in Backpapier im Ofen gegart. Bilder von beiden Versionen findet Ihr hier im Beitrag. 



Zutaten für 4 Personen:

3 Kilo Schälrippen vom Schwein
3 Esslöffel Biersenf (anklicken)
3 Esslöffel Honig
1 Schuss Pflanzenöl
Salz
Pfeffer
Zucker
Peperoni

Beilage:

Pellkartoffeln
Kräuterquark (anklicken)
Salat mit Aprikosendressing (anklicken)

Ich ärgere mich im Moment immer noch über Metro, weil es dort im Markt niemals die Angebote gibt, wenn man vorher online geschaut hat. Deswegen umfahre ich den Laden zur Zeit weiträumig, weil da ansonsten alles teuer ist und ich habe nur wenig Lust, von der teureren Milch bis zum teureren Brot einzukaufen, wenn man die Angebote, für die man da hinfährt nicht bekommt. Deswegen habe ich meine Einkaufsroute im Moment umgestellt und fahre erst zum Mix Markt und das was ich da nicht bekomme, hole ich Samstag Abend bei Kaufland, wenn dort auch schon vieles reduziert ist. Was beide nicht können, ist gescheites Rindfleisch und bis ich das nicht brauche, kann Metro mich mal gerne haben.  


Beim Mix Markt habe ich 3 Kilo Schälrippen gekauft. Wenn sich das nicht häuft, gibt das zuhause keine schlechten Kritiken, aber jetzt muss ich auch wieder bis zum nächsten Winter warten. 



Bei Spareribs ist es wie bei Religion, da werden regelrechte Glaubenskriege geführt, ob die Rippen vorher abgekocht werden, oder ob man sie in einem Rutsch gart, ohne Pause einzulegen. Bei mir liegt der Fall ein wenig anders, weil ich in der Woche aufwändiger koche, als man eigentlich kocht, bereite ich vieles schon am Vorabend vor, damit es am nächsten Abend, wenn das Essen auf den Tisch kommen soll, nicht mehr so lange dauert. 


Deswegen koche ich in diesem Fall die Rippen vorher einmal ab und dann ist das Fleisch sowieso schon zart. Am nächsten Abend muss ich das Fleisch dann nur noch wieder richtig warm machen, um es wieder zart zu bekommen. Röstaromen werden dabei billigend in kauf genommen.


Die drei Kilo Fleisch passen in meinen großen Geflügelbräter



Geflügelbräter mit Wasser fluten, damit das Fleisch bedeckt ist. 


2 Esslöffel Meersalz 


2 Esslöffel Zucker


2 Peperoni


Man könnte auch noch Wacholderbeeren und Lorbeerblätter verwenden.


Deckel drauf und zwei Platten des Herdes auf mittlere Hitze stellen. 


Wenn das Wasser fast gekocht hat, auf kleinste Flamme stellen und das Fleisch noch 45 Minuten bei niedrigster Temperatur ziehen lassen. 


Danach das noch warme Fleisch aus dem Bräter holen. 


Jetzt das Fleisch auskühlen lassen. 


Mit der Flüssigkeit mache ich ausnahmsweise mal nichts. Für eine Brühe war das nicht lange genug auf dem Herd und mit dem Zucker, ist das nur eine Maßnahme für das Fleisch gewesen. Mir fällt dazu nach einem langen Arbeitstag auch gerade keine andere Verwendungsmöglichkeit ein. 


Wenn das Fleisch kälter als lauwarm ist, wird es mariniert. 


Da ich eine Charge sowieso in Backpapier garen möchte, nehme ich das Backpapier als Untergrund zum Marinieren. 


Jetzt schnell nie Marinade anrühren. 



3 Esslöffel Honig


1 Teelöffel Meersalz



Pfeffer aus der Mühle


3 Esslöffel Biersenf und einen Schuss Pflanzenöl, um es ein wenig flüssiger zu machen. 


Die Schälrippen mit der Marinade von beiden Seiten bepinseln


Das marinierte Fleisch danach am besten einschlagen und eine Nacht im Kühlschrank übernachten lassen, oder gleich weiter verarbeiten. Das fällt bei mir aber gerade mal wieder aus, weil es schon weit nach Mitternacht ist und alle die etwas essen könnten schon lange im Bett liegen. Ist auch nicht verkehrt, dann hat die Marinade wenigstens Zeit ins Fleisch einzuziehen. 


Weil wir häufig zeitversetzt essen, also die Kinder schon bevor ich nach Hause komme, kommt die eine Häfte im Bräter in den Ofen und die andere Hälfte gare ich am nächsten Abend in Backpapier im Ofen, wenn die Kinder schon im Bett sind. 


Beim Bräter ist es klar, Fleisch rein, Deckel drauf, beim Backpapier wird das Fleisch auf das Papier gelegt und dann so eingeschlagen, dass es ausreichend Platz hat. 


An den Seiten so hochfalten, dass keine Flüssigkeit auslaufen kann und dann mit einem Hefter für Büroklammen zusammentackern. 


Für die Kinderversion im Bräter habe ich nicht viel Fotos, weil ich meiner Frau nur gesagt habe, was sie machen soll. Das Fleisch am nächsten Tag noch einmal neu mit der Marinade bestreichen, weil der Rest im Idealfall gut eingezogen ist und dann bei 150 Grad im vorgeheizten Ofen noch eine Stunde mit Deckel auf dem Bräter im Ofen garen, in der Zeit ein einziges Mal wenden.


Das oben ist vor dem Garen, noch einmal neu mariniert


So sieht es dann nach dem Garen aus. Kann man machen.


Als Beilage gibt es Pellkartoffeln, die so tun, als wenn sie Folienkartoffeln wären. Also 25 - 30 Minuten in Salzwasser garen, je nach Größe und bis sich die Schale wellt und dann mit Kräuterquark servieren. 


Rezept für den Kräuterquark (anklicken)


Die Spareribs für die Eltern, werden ebenfalls für eine Stunde im Backpapier, auf dem Grillrost bei 150 Grad gegart.


Als spezielle Elternbeilage gibt es einen Salat mit Aprikosendressing (anklicken)


Hier kommt das Überraschungspaket aus dem Ofen.


Durch das Fett an den Rippen, ist das Fleisch zart wie Butter und man kann es mit den Finger auseinander ziehen. 


Hier sieht man das ein bisschen besser, wie das Fleisch noch glänzt.


Dann noch die Kartoffeln mit dem Kräuterquark auf den Teller geben und den Salat mit Aprikosendressing dazu servieren. 


Das ist für mich ein echter Feiertag. Meine Frau hadert mit den Knochen, lobt aber ausdrücklich die Marinade und würde das am liebsten mit Messer und Gabel essen. Die Marinade ist echt toll. Süß vom Honig und würzig durch den Senf. Das Fleisch total zart und darum geht es ja vor allem bei Spareribs.


Für alle Freunde lecker zubereiteter Rippen ist das auf jeden Fall genau richtig, einfach in der Zubereitung und preisgünstig ist es auch noch.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.


Freitag, 23. Juni 2017

Erdbeermarmelade - die nach Erdbeeren schmeckt

Wenn man jemanden fragt welches die Lieblingsmarmelade ist, würden die meisten wohl mit Erdbeermarmelade antworten. Das geht mir seit Kindertagen auch nicht anders. Die ist toll auf Brot, oder für Pfannkuchen, zum Füllen von Kuchen, oder als Fruchtkomponente für Naturjoghurt. Einfach selbst herzustellen ist sie auch noch, also genau richtig, um hier einen eigenen Blogbeitrag zu bekommen.



Zutaten:

7 Kilo Erdbeeren
3,5 Kilo Gelierzucker 2 zu 1
1 Vanillestange


Ich habe ganz bewusst eine schmale Zutatenliste gewählt, damit die Erdbeermarmelade nach sich selbst schmecken kann. Kaum jemand weiß noch, wie Dinge schmecken, wenn nicht die Industrie daran rumgepfuscht hat und häufig werden Aromen und künstliche Geschmacksstoffe benutzt, damit Erdbeeren noch erdbeeriger schmecken. Hier war der Plan, dass das Produkt so gut schmecken soll, wie die Ausgangsprodukte. Sehr zu empfehlen!



Ich habe das schon bei meiner Erdbeergrütze erzählt, dass ich zehn Kilo Erdbeeren geschenkt bekommen habe. Sieben davon habe ich zu Marmelade verarbeitet. 


Erdbeeren halbieren und die kommen dann in meinen 20 Liter Topf


Als Gelierzucker verwende ich Gelierzucker zwei zu eins. Das heißt, dass man auf ein Kilo Frucht 500 Gramm Gelierzucker verwendet. Dadurch wird die Marmelade nicht so süß. 


Menschen die das schon öfter gemacht haben behaupten, dass der Gelierzucker zwei zu eins, oder drei zu eins, nicht so gut abbindet wie eins zu eins Gelierzucker und auch nicht so lange konserviert, aber es gibt jedes Jahr neue Erdbeeren und länger als von einer Ernte zur anderen, braucht eine Marmelade für mich auch nicht zu halten. 


7 Kilo Erdbeeren und 3,5 Kilo Gelierzucker 2 zu 1 im Topf. Erdbeeren mit dem Gelierzucker vermischen und drei Stunden ziehen lassen. Das geht natürlich auch mit weniger, oder mehr Früchten und Gelierzucker im gleichen Mischungsverhältnis.


Eine Vanillestange dazu geben und anschneiden, damit später das Vanillemark aus der Schote in die Marmelade übergehen kann. 


Nach mindestens drei Stunden, die Erdbeeren mit dem Zucker erneut verrühren und den Herd auf mittlerer Temperatur anstellen. 


Regelmäßig umrühren, damit am Topfboden nichts anbrennt


Je nach Menge kocht die Marmelade dann irgendwann mal. Bei so einem großen Topf, dauert das gerne schon mal eine Stunde.


Die Marmelade muss 5 Minuten spudelnd kochen, damit sie hinterher auch geliert.


Ich püriere die Erdbeermarmelade mit dem Esge Zauberstab, aber nur so dass auch noch Früchte sichtbar bleiben.


Die Marmeladengläser sterilisiere ich währenddessen noch schnell in kochendem Wasser, damit die Marmelade länger hält


Jetzt wir die Marmelade vom Topf in die Marmeladengläser umgefüllt. Ich habe zuerst die Schöpfkelle verwendet und bin dann auf ein Litermaß umgestiegen, weil das schneller und genauer ging.


Damit man nicht die ganze Küche beim Einfüllen einsaut, stelle ich die Gläser in einen kleineren Kochtopf. Danach die Deckel fest zudrehen. Durch die heiße Marmelade wird im Glas ein Vakuum gebildet und das kann man daran hören, wenn der Deckel knackt. 


Aus der Menge Erdbeeren habe ich 23 Gläser Erdbeermarmelade mittlerer Größe gemacht. Damit komme ich schon irgendwie bis zum nächsten Jahr. 


Ich habe die Marmelade natürlich auch extra für Euch probiert.


Grillpfanne mit Butter ausstreichen


Toast von beiden Seiten darin kross ausbraten. Das schmeckt schon ganz anders als einfach nur getoastet, wenn die Pfanne mit Butter bestrichen wird.  Genau der richtige Rahmen für die "ehrliche" Erdbeermarmelade.


Alter, ist die gut. Leicht vanillig, nicht zu süß, totaler Erdbeergeschmack, ohne Netz und doppelten Boden. Die Erdbeermarmelade hat sogar meiner Frau geschmeckt, obwohl die eigentlich keine Erdbeermarmelade mag.


Die Kinder mögen die natürlich auf Brot zum Frühstück und im Naturjoghurt. Ich werde damit auch noch etwas backen und habe die Marmelade schon mit Risottomilchreis verwendet. Ein Traum!


Sowas kann man nicht kaufen, das muss man selbst machen. Das ist auch ein schönes Geschenk, über das sich jeder, außer meine Mutter freut.


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.