Dienstag, 11. Juli 2017

Zitronenhuhn mit Lavendel

Einfaches Essen für sieben Wochentage, das sich fast von alleine macht. Wir waren am späten Nachmittag vom Familienausflug aus Bremen zurück und dann hat man immer noch so viel zu räumen und muss trotzdem darauf achten, dass alle zeitig ins Bett kommen. Da ist man dann froh, wenn sich das Essen fast von alleine macht und trotzdem frisch ist und schmeckt. Das lässt sich auch auf jeden Arbeitstag in der Woche übertragen.



Zutaten:

2,2 Kilo Hähnchenkeulen
2 Zitronen
3 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
400 Milliliter Brühe (anklicken)
2 Esslöffel Biersenf (anklicken)
2 Zweige Lavendel
Salz
Pfeffer
Petersilie

Beilagen: 

1 Kilo Kartoffeln


Kräuterquark selbst gemacht (anklicken)


Die Hähnchenkeulen habe ich auf Zuruf der Kinder noch in Bremen gekauft, aber die waren die ganze Zeit bei Oma so voller Süßigkeiten gestopft, dass sie zu den normalen Mahlzeiten immer nur doof den Teller angeschaut haben und nicht richtig gegessen haben. Da habe ich dann gesagt, die bereite ich zu, wenn wir wieder in Berlin sind. Mit dem Kühlschrank im Auto, ist es kein Problem die zu transportieren, wenn jetzt wieder ein schlauer Mensch das Lied von den Salmonellen singen möchte. 


Wok auf volle Pulle stellen (auf Gas) und dann die Hähnchenkeulen 20 Minuten von allen Seiten anbraten. In der Zwischenzeit schnell noch die anderen Zutaten schneiden und dann nach und nach in den Wok werfen. 


Zwei Zitronen aus der Schale schnitzen und dann in Scheiben schneiden. 


Die kommen später in den Wok, aber das zeige ich natürlich noch. 


1 Teelöffel Meersalz


Drei Zwiebeln häuten 


Hähnchenteile alle guten drei Minuten umdrehen.


Zwiebeln vierteln


Wenn das Fleisch schon ein bisschen Farbe bekommen hat, aber noch nicht komplett angebraten ist, also ungefähr nach 10 Minuten der Anbratzeit, die Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen und Zitronenscheiben in den Wok werfen. 


Alles einmal durchmischen und volle Pulle weiter anbraten. 


Lavendelzweige dazu geben, für die provenzalischen Momente im Leben.


Nach 20 Minuten Anbratzeit, gehen wir zum Schmoren über.


Zwei Esslöffel (Bier)senf 


Senf passt gut zu den Zitronen und zum Lavendel. 


0,4 Liter Brühe, in meinem Fall natürlich selbst gemacht. 


Wichtig, jetzt einen Deckel auf den Wok legen und auf die kleinste Platte mit der kleinsten Temperatur umziehen und EINE Stunde vor sich hinschmurgeln lassen. 


Eine Stunde später ist das Fleisch dann so zart, dass es fast von alleine von den Knochen fällt. In der Zwischenzeit macht man noch auf einem Bein ein paar Salzkartoffeln, oder Pellkartoffeln und rührt in ein paar Minuten einen Kräuterquark an. 


Weil meine Ningelbande immer rumzickt, wenn sie mit den großen Keulen auf dem Teller alleine gelassen wird, teile ich die Ober- und Unterschenkel mit meinem Küchenmesser. Das verringert auch die Menge, die ich am Ende wegwerfen muss, weil jemand über dem halben Teller die Lust am Essen verliert. Was dann noch übrig ist, wird am nächsten Tag wieder warm gemacht und fliegt nicht in den Müll. 


Fleisch und Kartoffeln


Einen Schlag Soße nicht vergessen.


Die Version für kindliche Schreihälse, die von dem grünen im Quark sofort sterben würden.


Ein Elternteller, mit Kräuterquark zur Pellkartoffel und auch mit der giftigen Petersilie, die man nicht essen kann. Genauere Informationen geben Euch gerne alle drei meiner Kinder, die schon in ganzen Sätzen reden können.  


Die Soße schmeckt übrigens ganz toll, obwohl Papa ist da Senf dran? Schmeckt trotzdem, Papa... 


Das Fleisch ist total zart und geht gut von den Knochen. Geschmacklich ist das Gericht eher mediterran mit dem Lavendel und dem intensiven Zitronengeschmack in der Soße. Das kann man irgendwo zwischen Frankreich und Griechenland ansiedeln und es schmeckt nach Sommer. 


Klar, das ist kein weißes Ballet. aber auch nicht Maggifx für Hähncheneinerlei. In sofern alles richtig gemacht an stressigen Tagen, wenn es keine runden Geburtstage, oder Heiratsanträge zu feiern gibt. 


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 


Kommentare:

  1. was für ein schönes Rezept! Danke und Grüße aus Ostfriesland.
    Margot

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    1. vielen dank ;-). vielleicht animiert es dich ja zum nachkochen

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