Donnerstag, 31. August 2017

Hackfleischpfanne mit Zucchini

Ich bringe immer noch geschenkte Zucchini um die Ecke. Immer gut versteckt, hier gerade mit Rinderhack geschmort. So gut, dass es auch Kinder essen 



Zutaten 

500 Gramm Rinderhack
2 Zwiebeln
Knoblauch
Zucchini
200 Milliliter Tomatensoße, oder  100 MilliliterTomatenmark
Salz
Pfeffer
0,2 Liter Brühe (bei mir selbst gemacht)

Beilage 

Pellkartoffeln

optional Reis (hatten wir aber gerade erst)
saure Sahne


Hackfleisch vor dem Braten kneten, sonst sieht es hinterher aus, wie bei den ganzen Kochasis, die immer Regenwürmer auf dem Teller präsentieren, weil sie eben nicht geknetet haben. 


In der Pfanne unter Volldampf, ohne Fett ordentlich anbraten. Ich rechne 20 Minuten, bevor das Hackfleisch nicht mehr so grisselig (grau) aussieht.


Zwiebeln häuten und zerkleinern


Knoblauch häuten und zerkleinern


Das Hackfleisch mit dem Pfannenwender immer weiter zerbröseln, Volldampf unter der Pfanne. Das ist ein riesen Unterschied, beim Geschmack, wenn es richtig angebraten wird. 


Hier kommt mein Objekt zum Verschwinden lassen. Eine Zucchini. Das ist ja gerade der Running Gag, dass JEDER mit den Dingern zugeworfen wird, auch wenn man gar keinen Garten hat, aber Menschen mit Garten kennt. Dann steht man damit im kurzen Hemd und irgendwer in der Sippe mosert immer rum, dass Zucchini nach nichts schmeckt und lalala. Also die Braut hübsch machen, oder verstecken...


Zucchini zerkleinern.


Das Hackfleisch immer noch anbraten


Ich habe gerade selbst Tomatensoße eingekocht. Davon nehme ich ein 200 Milliliter Glas und wenn die reduziert ist, fungiert sie wie Tomatenmark und schafft schöne Röstaromen. Alle die keine selbst gemachte Tomatensoße haben, nehmen dann eben 100 Milliliter Tomatenmark.


Tomatenmark gut in der Pfanne verteilen und weiter einkochen


Die Tomatensoße / Tomatenmark muss richtig trocken mit dem Hackfleisch werden und eine braune Farbe annehmen. 


Kartoffeln aufsetzen. Da rechne ich 20 Minuten, wenn das Wasser kocht. Zu dem Gericht ist Reis passender, aber für mich bedeutet das, jedes Mal Diskussionen mit meiner Frau, weil die vier Kinder zwischen 2 und 8 alle mit dem Reis auf und unter dem Tisch rumsauen und teilweise keinen mögen und eigentlich meint meine Frau nur, dass sie nicht so auf Reis steht und wir gerade erst welchen hatten. 



Wenn das Hackfleisch eine gesunde Gesichtsfarbe hat, kommen die Zwiebeln und Knoblauch in die Pfanne. 


Wenn die Zwiebeln glasig gebraten sind, kommt die zerkleinerte Zucchini in die Pfanne. 


Jetzt auf die kleinste Flamme umziehen und auf die kleinste Stufe runterdrehen


0,2 Liter Brühe in die Pfanne geben. 


Deckel auf die Pfanne legen und eine halbe Stunde schmoren lassen. Umrühren nur, wenn Ihr sonst nichts mit Eurer Zeit anzufangen wisst. 


Nach 30 Minuten ist alles fertig. Mit Salz, Pfeffer und/oder Chiliflocken auf Geschmack trimmen. Dann kann es losgehen. Die Zucchini sind weich, das Rinderhack schmeckt wie verrückt. Noch ein bisschen Grünkraut drüber streuen, um Frische zu dokumentieren.


Als Verbindung zu den Pellkartoffeln verwende ich russischen Schmand mit 30 % Fettgehalt, es geht aber auch saure Sahne mit 10 %


Damit für jeden etwas dabei ist, habe ich dazu auch noch frische Maiskolben und gebratenen Feldsalat serviert. Soll noch mal einer sagen, bei kinderreichen gibt es immer nur Ofenpommes mit Ketchup... Pfffft...


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 

Mittwoch, 30. August 2017

Champignonköpfe mit Kartoffel-Goudafüllung

Am letzten Wochenende habe ich einen großen Sack Champignons für 3 Euro gekauft, die musste ich dann zu diversen Gerichten, bzw Komponenten verarbeiten, bei denen keinem auffällt, dass es zu allem Champignons gibt. Diese Variante lief besonders gut und kam bei meiner Frau, wie überraschenderweise bei den Kindern gleichermaßen gut an. 



Zutaten für 6 Champignonköpfe:

6 Champignons
4 Pellkartoffeln
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
100 Gramm Gouda
Petersilie
Pflanzenöl

Beilage optional 

Schmand, oder saure Sahne

Deko optional:

Salatbett z.B Romanasalat
1 Prise Salz
Spritzer Zitronensaft

Die Pellkartoffeln habe ich noch vom Vortag. Das ist immer meine eiserne Reserve, wenn jemand ausschert und das reguläre Gericht nicht essen will. Dann habe ich entweder Kartoffeln, oder Nudeln in der Hinterhand. Natürlich werfe ich davon auch nichts weg, sondern verwerte das irgendwie am nächsten Tag. Was hier nicht als Kartoffelmasse in den Champignons verbraucht wird, brate ich noch als Bratkartoffeln aus.


Pellkartoffeln pellen


Champignons von den Stielen befreien.


Kartoffeln in eine Schüssel geben und stampfen, oder zerquetschen


Gouda entweder mit dem Messer schneiden, oder mit dem Hobel reiben.


Kartoffeln mit dem Gouda vermischen


Salz, Pfeffer, Muskat



Petersilie hacken


Gewürze und Petersilie unter die Kartoffelmasse heben.


Die Champignonköpfe in einer Ofenform auslegen.


Die Kartoffelmasse mit einem Esslöffel in die Champignons füllen und leicht andrücken. 


Einen ordentlichen Schuss Pflanzenöl in die Form geben. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und danach die Champignons für 30 bis 35 Minuten garen, bis sich oben eine braune Kruste gebildet hat.


Ich habe einen Romanasalat als Unterlage auf einer Platte zum Anrichten genommen. 


Nach 30 Minuten sehen die Champignons so aus. Schnell noch ein wenig Salz und ein paar Spritzer Zitronensaft auf die Salatblätter geben. Petersilie auf die Champignons legen. 


Die Champignons haben im Ofen ordentlich Flüssigkeit verloren, die Füllung schmeckt so gut, wie Ihr die gewürzt habt uns ist sehr cremig. Die Kartoffeln mit dem Käse sind extrem harmonisch. Das ist eine leckere Komponente auf einem Vorspeisenbüffet, oder eine Beilage zu Fleisch, oder Salat. 


In der Form ist es jedenfalls vegetarisch


Dazu passt auch noch ein Schlag saure Sahne, oder Schmand. Ich habe hier so eine 30 % Fett Schmandversion vom Russenmarkt. Damit macht man alles rund. 


Ich habe jedenfalls ganz schön mit den Ohren gewackelt, wie sich meine Familie kollektiv auf die Champignons gestürzt hat. Ich habe noch Kartoffeln und Champignons und wenn der Post raus ist, dann mache ich noch eine Lage für den nächsten Abend fertig, weil mich seit Sonntag jeden Abend jemand fragt, wann es das wieder gibt. 



Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 


Dienstag, 29. August 2017

Feldsalat aus der Pfanne

Ich feiere im Moment gerade das große farbige Kochbuch von Unipart aus dem Jahre 1982.  Wer vorher noch nicht kochen konnte, kann da echt was lernen. Was ich erstaunlich finde ist, dass ich da ganz viele Rezepte finde, die heute als der heiße Scheiß gefeiert werden, aber mindestens 40 Jahre alt sind. Hier geht es um Feldsalat aus der Pfanne, ganz kurz und schmerzlos 


Zutaten für 4 Personen, kleine Portionen:

300 Gramm Feldsalat 
6 Esslöffel Olivenöl
Den Saft einer Zitrone
Salz
Pfeffer


Ich habe mich selbst ein bisschen gevögelt und nicht meinen Wok genommen, sondern eine Edelstahlpfanne mit weniger Fläche, weil mein Herd gerade komplett mit Töpfen und Pfannen voll stand und ich keinen richtigen Platz mehr hatte. Das war ganz schön beengt in der Pfanne, weil Feldsalat am Anfang eine Menge Volumen hat, bevor er in die Pfanne kommt.  


6 Esslöffel Olivenöl erhitzen


Den Saft einer Zitrone auspressen, der kommt aber erst über den Feldsalat, wenn der Herd wieder abgestellt ist. Das machen wir nur schon jetzt, damit er dann fertig ist, wenn er gebraucht wird. 


Feldsalat, waschen, und trocknen in der Salatschleuder


Wenn das Öl heiß ist, schon gleich mit der Temperatur auf Minimum runtergehen und den Salat immer in Bewegung halten und wenden. 


Der Salat fällt ruckzuck zusammen wie frischer Spinat


Dann mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen, Herd komplett abstellen. Den Zitronensaft drüber kippen und mit dem Salat vermischen. 


Das dauert in der Pfanne keine drei Minuten und der Salat soll nicht tot gebraten werden.


Entweder auf einer Servierplatte anrichten und jeder kann sich selbst bedienen, oder auf Tellern servieren. 


Das ist nichts für zarte Gemüter und bedient gerade den Trend zu bitteren Nahrungsmitteln, wie Chicoree und anderen. Das ist ein ganz schöner Stiefel für die Geschmacksnerven. Kinder werden das nicht Essen und meine Frau schaute wie Kermit der Frosch, wenn der Mund nur noch so ein Strich von einem Ohr zum Anderen ist. Ich find's geil!


Sehr schön in der Konsistenz, noch leicht knackig im Mund und es ist eben richtig was los, zwischen bitter, sauer, salzig und pfefferig. Zu einem Steak sehr gut und hinterher schockt einen nicht mehr viel. Hier ist gerade kulinarische Bildungsreise für die Geschmacksnerven angesagt. Sehr zu empfehlen!


Bei mir gab es dazu einen Teller rund um die Welt, für jeden Geschmack etwas dabei.  


Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.